MBSV-Softballteam beim Turnier in Hevensen erfolgreich

Beim „Pioneers Summerfun“, dem alljährlichen Softball-Turnier in Hevensen, belegten die MBSV Wildcats nach einem spannenden und spaßigen Wochenende den vierten Platz.

Die Wildcats Anna (P), Yvi (IF), Jana (IF), Lisa (IF), Til (OF) und Olliver (OF) aus Dresden, Gunnar (IF) aus Magdeburg, Brandon (IF) aus Jena, Sandra (IF) und Nico (C) aus Leipzig sowie Frank (OF/C) aus Braunsbedra stellten bereits bei Ankunft ihren Anspruch auf einen der vier Finalplätze klar.

Zunächst wurden in der Mitte des Teilnehmerfeldes die Wigwams aufgeschlagen. Erfreulicherweise ging die Party am Freitag nur bis kurz nach Mitternacht, so dass das Team ausgeruht gegen die Pitchbulls aus Paderborn auf’s Feld gehen konnte. Die Vorjahressieger des Turniers erwiesen sich anfangs als zu stark und bestens eingespielt, so dass schnell eine Führung abgegeben werden musste. Anna fand als Pitcherin nicht richtig in einen Rhythmus und gab im zweiten Inning einen Grand Slam Home run gegen den Spielführer Perry der Paderborner ab. Sein Motto, voll drauf oder Strike Out zahlte sich aus. Im viertel Inning dann ein Aufleuchten der Schlagstärke der Wildcats: Anna, Lisa, Gunnar und Brandon auf Base und Oliver mit seiner Lieblingskeule At Bat. Nicht lange nachgedacht und rüber über den Zaun. Ebenso konnten Nico und Til scoren und plötzlich stand es nur noch 9:13. Leider gab es durch einen Overthrow zwei weitere Runs für die Gegner und diese setzten alles auf ihren Pitcher. Der konnte die Ecken der Zone anwerfen und ging den Sieg abholen.
Spiel 1: Loss 9:15 gegen Paderborn

Ohne große Pause trafen wir auf die Platzherren, welche mit einer jungen Mannschaft spielten und sich mit drei erfahrenen Baseballern verstärkt hatten. Die Pioneers legten mit ihren starken Leuten Einiges vor und die Seiten wurden nach fünf Runs gewechselt. Die MBSV-Auswahl machte ebenfalls die Fünf-Run-Regel geltend und nach dem Gleichstand dominierten Anna und Nico als Battery das Spiel. Die Defense musste nur einige Male im Feld für Klarheit sorgen, da Catcher und Pitcher ihr ganzes Können in die Waagschale warfen. Der Angriff lief über Yvi und Frank, welche einige Runs erliefen. Ein Stand Up Triple von Nico und ein Powerslide von Lisa wurden frenetisch bejubelt. Ein ab dem zweiten Inning nie gefährdeter Sieg mit 11:7 war das Ergebnis.
Spiel 2: Win 11:7 gegen Hevensen

Das Abendspiel gegen die Sehnde Devils, war ein Déjà-vu des letzten Jahres. Regenschauer, Blitze und Rolling Thunder schreckten keinen Spieler ab. Flugwetter war es leider auch nicht, da viele Pitches nicht aus dem Feld herausgeschlagen werden konnten. So blieb ein Schlag von Gunnar nur einen halben Meter vor der Outfieldgrenze in der Luft stehen und reichte somit nur zum Double. Brandon spielte erstmals am ersten Base und konnte sich über viel Arbeit beschweren, wenige Devils kamen zu Beginn des Spiels über das erste Kissen hinaus. Jana als Shortstop und Yvi bzw. Sandra am zweiten Base machten ihre Arbeit konstant und mit besten Ergebnissen.
Irgendwie wollten die Wildcats nach einer 11:3 Führung beim Dauerregen vom Platz, die Devils witterten ihre Chance und sie schlugen plötzlich die Pitches in die Lücken des Infields. Ein Schlag ins Dead Center Filed konnte Oliver trotz vollem Sprungeinsatz nicht mehr erreichen und zwei Runs kamen über die Platte. Durch zwei Walks und ein Infield Single wurden die Bases geladen. Das Infield stellte sich tief auf und wartete auf einen harten Schlag. Leider erwischte der Schlagmann den Ball nicht voll, so dass er die Foulline entlang rollte. Die wie die Teufel laufenden Sehnder schafften es, den Runner vom dritten Base nach Hause zu holen und durch einen kurzen Wurf von Gunnar zu Jana am dritten Base wurde das entscheidende Aus gemacht.
Spiel 3: Win 11:6 gegen Sehnde

Die Wildcats schafften als Zweiter der Gruppe 2 den Einzug ins Halbfinale, der erwartete Gegner war LSG Lufthansa. Am Abend wurde nach einem Querslide von Gunnar am Festzelt mit der LSG erwartungsvoll gefeiert, denn „Emma rockte Hevensen“. Alle Wildcats suchten Platz an der Bühne und sahen Johnny Walker Live.

Am späten Vormittag stand das Halbfinale gegen die allseits beliebte Lufthansa-Mannschaft um Mike und Ulrike an. Und Ulli zeigte allen Wildcats, wie die Lufthansa mit Gegnern umgeht. Im „Anna Kurnikova“-Style zog sie die Pitches rasiermesserschaft in die Zone und zwang zu schnellen Entscheidungen. Etwas zu schnellen, denn das Outfield der LSG hatte anfangs wenig zu tun. Trotzdem kamen einige auf Base, leider war wenig Lead möglich. Simon, der Catcher der LSG bestrafte fast alle, die sich zu weit auf das Flugfeld wagten. Die Schlagstärke der Frankfurter zeigte im ersten Inning ihre Wirkung und Walk, Hit und Home Run eröffnete ein fürchterliches 7-Run Inning. Die Wildcats erzielten im zweiten Inning einen Run und scheiterten in den nächsten Innings immer wieder an den Pitches von Ulli. Die Offspeed Pitches waren frustrierend schön. Wir steckten jedoch nicht auf – Anna und die Defense wollten keine Double Digits riskieren. Der Plan ging auf, in den nächsten vier Innings gab es nur noch zwei Runs für die LSG. Die Freundschaft zwischen unseren beiden Teams wurde im Abfeiern nach dem letzten Call gepflegt und es galt, sich auf das Spiel um Platz drei zu
freuen.
Spiel 4: Loss 1:9 gegen Lufthansa LSG

Die Cologne „Wir sind nur ein Karnevalsverein“ Blues hatten ihren Zwei-Meter-Slowball-Pitcher aufgestellt und Nico bat, seine Karriere als Pitcher zu beginnen. Sandra als seine Catcherin musste die ebenfalls sehr ruhigen Würfe oftmals aus der Höhe pflücken. Die Blues kamen ins Spiel. Nach drei Aus, einigen Walks und Wild Pitches später standen zehn Runs der Kölner auf dem Scoreboard. Nico hatte alles gegeben, die eingespielten Blues nutzten jedoch alles aus. Offensiv kamen die Wildcats nicht richtig in Schwung, drei Runs waren nicht genug, um Runsupport zu erzielen. Anna übernahm wieder das Pitching und mit Nico hinter der Homeplate und Sandra auf zwei lief es
besser. Ein schnelles 1-2-3-Inning ließ hoffen. Der Kölner Pitcher machte die Powerslugger aus Mitteldeutschland müde. Oliver und Frank verzweifelten an den sehr langsamen Würfen und schwangen zu früh. Offspeed in a new definition. Die Mädels machten ihre Sache besser und verkürzten auf 4:10. Das vierte Inning wurde zum Highlight des Wochenendes. Ein weiter Flugball wurde von Til im Sprung im Centerfield über der Outfieldbegrenzung gecatcht und mit der Rückhand zu Brandon weiter geschoben, der den zu weit gelösten Runner auf Zwei auswarf, Jana hatte Lisa bestens positioniert. Der Auspruch des Field Umpires „How about that!“ sagte alles. Leider verletzte sich Anna, so dass eine große Auswechselung folgte.
Nico pitchte wieder und Frank konnte hinter der Plate seine Größe ausnutzen. Oliver, Til und Yvi im Outfield sahen sich gefragt. Die Kölner schickten einige Bälle über das Infield, unsere Outfielder standen aber flexibel und wach. So wurde ein 8-3 Spielzug zum dritten Aus. Die Schläge ins dead Center field waren aber leider zu zahlreich.
Die Offensive der Wildcats schaffte es nicht größere Akzente zu setz en und so ging der Sieg verdient, aber etwas zu hoch an die Blues aus Köln.
Spiel 5: Loss 4:18 gegen Cologne Blues

Ein Highlight gab es im Finale, denn Nico durfte als Catcher bei den Paderbornern gegen die LSG nochmal ran. Und er sah erstmals in seiner Karriere Fastballs von unten, die schneller waren als Fastballs von vielen Baseballpitchern. Auch durch seine Leistungen im Finale gewannen die Pitchbulls gegen die LSG 10:4.
Die Siegerehrung machte Lust auf ein Wiedersehen in 2011. Ein Dank an alle Wildcats und vielleicht im nächsten jahr mit mehr Spielern/Spielerinnen aus Magdeburg.

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