Mixed-Softball-Team mit Sieg und Niederlage in Leipzig

1. Spiel (15:14-Niederlage):
1234567RHE
Poor Pigs310235014117
Wallbreakers103253115146
W: Coe, L: Rochel, S: -
2. Spiel (11:10-Sieg):
123456RHE
Wallbreakers03041210116
Poor Pigs0210531153
W: Klein, L: Rast, S: -

Wie auch schon bei ihren vorigen Begegnungen in dieser Saison lieferten sich die Mixed-Softball-Teams der Leipzig Wallbreakers und der Poor Pigs am Sonntag zwei spannende Spiele. Am Ende sprang für beide Mannschaften je ein Walk-off-Sieg (15:14 für Leipzig bzw. 11:10 für Magdeburg) heraus.

Dass die Konstellation Leipzig und Magdeburg spannende Spiele verspricht, haben beide Teams schon zuvor bewiesen und auch an diesem vorgezogenen Spieltag lieferten sich beide Mannschaften zwei packende Duelle. Da ohne Dresdner Beteiligung gespielt wurde, galt es im Doubleheader-Modus je ein Sieben- und ein Fünf-Inning-Spiel zu absolvieren.
Im ersten Spiel kamen die Softballer der Poor Pigs gut ins Spiel und so konnte man die ersten acht Batter an den Schlag bringen. Gutes Laufspiel durch Anne Vellage, die in den ersten beiden Innings gleich zweimal punkten konnte und ein 2-RBI-Double durch Tobias Urban sorgten schnell für eine Führung für die Poor Pigs. Dank guter Magdeburger Pitchingleistung konnte Leipzig nur mit einem Punkt kontern, bevor es ihnen im dritten Spielabschnitt zusehends gelang, sich auf Poor-Pigs-Pitcherin Andrea Rochel einzustellen und den 4:4-Ausgleich zu erspielen. Auch der nächste Spielabschnitt zeigte sich völlig ausgeglichen und beide Mannschaften konnten je zwei Punkte erlaufen. Im fünften Inning konnte Michaela Mudrich nach einem Walk und wachsamen Baserunning zügig punkten. Urban und Sandra Klin, die ihr erstes Spiel für die Poor Pigs absolvierte, konnten nach dem zweiten Double von Peng Xiao ebenfalls die Homeplate überqueren. Die Leipziger wollten diese drei Punkte nicht unbeantwortet lassen und sorgten durch zahlreiche gute Schläge beständig für Baserunner und fünf weitere Punkte. Die Messestädter lagen damit erstmals mit 11:9 in Führung. Im vorletzten Spielabschnitt legten die Magdeburger dann selbst noch einmal nach: Man konnte das gesamte Lineup an den Schlag bringen. Mudrich und Urban gelang es nach Walks auf ein Double durch Catcher Thomas Klein zu punkten. Neuzugang Klin und Klein konnten durch die nachfolgenden Batter ebenfalls punkten und somit gelang es, vorerst mit drei Punkten in Führung zu gehen. Die Messestädter punkteten ihrerseits jedoch drei Mal zum 14:14-Ausgleich. Spannend ging es somit in den finalen siebenten Abschnitt. Leider gelang es nicht mehr, weitere Punkte zu erzielen und T. Eisenstein sorgte mit einem RBI-Single für den ersten Walk-off des Tages für die Leipziger. Eine spannende Partie mit zahlreichen Führungswechseln endete mit einem 15:14-Endstand für die Platzherren aus Leipzig.

Unglücklich startete das zweite Spiel für die Elbestädter: Zwar erzielten die Poor Pigs mit Hilfe eines Strikeouts und eines “Unassisted Double Plays” durch First-Baseman Urban die ersten drei Aus, im Gegenzug gelang es den Softballern der Poor Pigs jedoch nicht, selber zu punkten. Obwohl die ersten fünf Magdeburger sicher die erste Base erreichen konnten, vereitelte die aufgeweckte Leipziger Verteidigung durch ein “Caught Stealing” an der zweiten Base und einen Spielzug an der Homeplate jede Bemühung den ersten Punkt für Magdeburg zu erzielen. Im zweiten Inning sorgte der Leipziger Basti Kirsten mit einem 2-RBI-Double und einem selbst erlaufenen Run allein für drei Punkte. Die Poor Pigs hielten selbst mit zwei Runs dagegen, Pechvogel war dabei eindeutig Rita Varetskaya, die in ihren ersten beiden Schlagdurchgängen gleich zweimal von der Leipziger Pitcherin Rast getroffen wurde. Im darauffolgenden Abschnitt erspielten die Sachsen-Anhalter dann den 3:3-Ausgleich. Im vierten und fünften Spielabschnitt war Pitcherin Rochel, nach mehr als zehn Innings auf der Pitcherposition, die Anstrengung deutlich anzumerken. Die Leipziger schlugen daraus Kapital und erzielten einen Fünf-Punkte-Vorsprung. Die Poor Pigs steckten jedoch nicht auf und warteten geduldig auf ihre Chancen. Rochel erreichte durch Walk die erste Base, wurde jedoch später zwischen den Bases aus geworfen. Wallbreakers Pitcherin Rast hatte dann zunehmend mit Kontrollproblemen zu kämpfen und so konnten auch Manuela Meyer und Michaela Mudrich durch Walks die erste Base erreichen. Sie punkteten später, ebenso wie Urban und Klin. Somit lagen die Poor Pigs nur noch mit einem Punkt zurück. Die Leipziger entschieden sich daraufhin den Magdeburger Klein durch einen “Intentional Walk” auf die erste Base zu schicken. Dieser Spielzug sollte sich allerdings nicht auszahlen, da Klein auf ein “Ground Out” durch Vellage zum 8:8-Ausgleich punkten konnte. Mit der sogenannten “Tiebreaker-Regel”, also einem zusätzlichen Läufer der bereits auf der zweiten Base steht, ging es dann in die Verlängerung. Da sich Poor-Pigs-Werferin Rochel im Offensivdurchgang verletzte, musste die Elbestädter Kreativität beweisen: Catcher Klein wechselte auf die Werferposition, während Urban erstmalig die Catcherausrüstung überzog. Die Wallbreakers erspielten routiniert zwei Punkte bevor die Poor Pigs das dritte Aus zum Wechsel erreichten. Die Poor Pigs starteten mit Läufer Xiao auf der zweiten Base, der allerdings bei einem knappen Spielzug an der Homeplate ausgegeben wurde. Zusammen mit einem Strikeout hatten die Magdeburger bereits zwei Aus und einen Drei-Punkte-Rückstand gegen sich. Dann wurde es noch einmal richtig spannend. Meyer konnte sicher das erste Base erreichen und später zum 9:10 punkten. Walks durch Mudrich und Urban sorgten dafür, dass sowohl der Ausgleich als auch der Siegpunkt bereits auf Base standen. Durch den Schlag von Sandra Klin konnten beide auf die zweite bzw. dritte Base vorrücken. Klein sorgte dann mit einem harten Schlag dafür, dass beide punkten konnten. Urban überquerte zum 11:10-Endstand die Homeplate.

Nach diesen mitreißenden Spielen konnten beide Teams je einen Sieg und eine Niederlage verbuchen. Der nächste Spieltag für die Mixed-Softballer der Poor Pigs findet am 12. Juli auf heimischem Platz gegen die Dresden Dragons statt.

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